Die PROJEKTE

Die Swiss Water Foundation sucht laufend Möglichkeiten, um Menschen in schwierigen Verhältnissen nachhaltig zu unterstützen. Wir arbeiten nur an Orten, an denen unsere Hilfe ausdrücklich erwünscht ist. Unser Ziel ist immer, dass wir nach der Schulungs- und Implementierungsphase in das zweite Glied zurücktreten und den Einheimischen den Betrieb der Infrastruktur überlassen. Selbstverständlich stehen wir den Personen vor Ort jederzeit für Feedbacks, Inputs und Hilfe in Krisensituationen zur Verfügung.


Die Vier Projektphasen

Phase 1
Evaluation

Vor Ort wird abgeklärt, ob die langfristigen Bedingungen für die Installation und den Betrieb einer Wasserförderungs- und Wasseraufbereitungsanlage gegeben sind. Bereits in dieser Phase wird definiert, wer nach dem Aufbau der Anlage für den Unterhalt und Betrieb verantwortlich ist und welche zusätzlichen Arbeiten, z.B. für die Verteilung des Wassers, nötig sind. Ein entsprechender Businessplan wird erarbeitet.

Phase 2
Implementierung

Wenn Phase 1 positiv verläuft, wird eine geeignete Anlage verschifft und vor Ort installiert. Notwendige Infrastrukturarbeiten werden in Angriff genommen. Projekte werden von Anfang an unter der gleichwertigen Führung der Swiss Water Foundation und einheimischen Partnern und Freunden aufgegleist. In der Regel wird dafür eine lokale Firma registriert, die unter einheimischer Führung steht. In einem Joint Venture Agreement werden die Verantwortlichkeiten und Aufgaben im Detail definiert.


Phase 3
Know-how-Transfer und Übergabe

Die Schlüsselpersonen vor Ort werden geschult, und die Anlage wird den Verantwortlichen übergeben. Die Swiss Water Foundation investiert mit Ihrer Hilfe nachhaltig in Frauen und Männer mit entsprechendem Potential, indem wir sie durch ein intensives, Just-in-time-Leadership-Coaching begleiten. Unser Ziel ist es, das Potential von jungen Frauen und Männern so zu fördern, damit sie selbstständige, eigenverantwortliche und innovative Eckpfeiler in ihrer Gemeinschaft werden können.

Phase 4
Betrieb

Das Wasser wird gefördert, gereinigt und an die Bevölkerung zu Selbstkosten abgegeben. Die Stiftung überwacht diesen Prozess und unterstützt bei Bedarf punktuell.


Die Finanzierung

Phasen 1 – 3

Die Swiss Water Foundation will den Aufwand für die Phasen 1 bis 3 über Gelder abdecken, die von Einzelpersonen, anderen Stiftungen oder Firmen zur Verfügung gestellt werden. Diese Kosten können pro Projekt jeweils gut kalkuliert werden.


Phase 4

Der Betrieb wird über den Verkauf des Wassers zu Selbstkosten finanziert. Natürlich stellt sich die Frage, ob man das Wasser nicht kostenlos abgeben müsste. Aus verschiedenen Gründen hat sich die Swiss Water Foundation entschlossen, einen kleinen Beitrag zu erheben:

  • Gratisabgaben sind nicht hilfreich: Zu den wichtigsten, wenn auch schwierigsten Lektionen gehört die weitgehend anerkannte Tatsache, dass in der konventionellen Entwicklungszusammenarbeit (nur) neue Abhängigkeiten geschaffen werden. Eine der Ursachen besteht darin, dass mit der wohlgemeinten Hilfe den Menschen oft ihre Würde genommen wird, was dazu führt, dass sich bei vielen der bereits vorhandenen Eindruck bestätigt, nicht in der Lage zu sein, für sich und die Familie sorgen zu können. Deswegen stellt die Swiss Water Foundation lediglich für die Phasen 1 – 3 Startkapital in Form von Geld, Maschinen und Know-how zur Verfügung.

  • Wenn der Betrieb der Anlage über den Erlös aus Wasserverkäufen finanziert wird, können die zur Verfügung stehenden Gelder für die Implementierung weiterer Anlagen genützt werden.

  • Wenn das Wasser verkauft wird, können zusätzliche Arbeitsplätze für die Verteilung des Wassers geschaffen werden.

  • In Extremsituationen wie beispielsweise bei Naturkatastrophen kann über die Finanzierung von Hilfsorganisationen Wasser punktuell und zeitlich begrenzt kostenlos abgegeben werden.